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22.01.2019
Prävention | Im Notfall

Spickzettel für den Notfall

Wenn sich ein Crewmitglied schwer verletzt, der Mast bricht oder im Schiff das Wasser über die Bodenbretter steigt, reagieren auch erfahrene Segler nicht immer besonnen. Doch Stresssituationen an Bord können geprobt werden – mit Hilfe von Checklisten und Notrollen. Dieses „Trockentraining“ zahlt sich dann aus, wenn es ernst wird.

Den Gedanken an einen Seenotfall blendet die Mehrzahl der Segler gerne aus. Dabei wäre jetzt, da die Boote hoch und trocken im Winterlager stehen, die perfekte Gelegenheit, um im warmem Wohnzimmer über Handlungsstrategien bei verschiedenen Notfällen nachzudenken. Der Yachtversicherungsspezialist Pantaenius bietet dafür verschiedene Schemata und Notrollen an, die Sie kostenfrei, beispielsweise auf den Bootsmessen, erhalten.

Das Lesen, Durchsprechen und Üben – am besten mit der Crew – lohnt sich. Warum, erklärt Dirk Hilcken von Pantaenius: „Kommt es an Bord zu einer gefährlichen Situation, so schaltet unser Organismus automatisch in eine Art Überlebensmodus. Man spricht von der Notfallreaktion des kognitiven Systems.“ Konkret heißt das: Der Körper ist auf schnelle Flucht eingestellt – ein Erbe aus der Zeit, in der wir Menschen noch vor Säbelzahntigern und Mammuts auf der Hut sein mussten.

Um besonnen vorzugehen, wenn es ernst wird, ist diese Reaktion natürlich nicht gerade förderlich. Daher müssen wir unser Gehirn überlisten. „Je öfter wir eine Tätigkeit ausüben, desto weniger müssen wir über die einzelnen Abläufe nachdenken und desto mehr geht sie in Fleisch und Blut über“, so Dirk Hilcken.

Als Beispiel nennt er das Autofahren, beidem wir bremsen, kuppeln, schalten und Gas geben, ohne dass besonders viel Gehirnkapazität gebunden ist. Eine so große Selbstverständlichkeit wie beim Autofahren wird man beim Üben von Notsituationen sicher nicht erlangen – doch es reicht, um sich an die wichtigsten Eckpunkte zu erinnern und mithilfe von Checklisten oder Notrollen das Richtige zu tun.

Wasserfest laminierte, auf die Bedürfnisse von Schiff und Crew angepasste Checklisten sowie eine Aufstellung der verschiedenen Notrollen sollten daher auf keinem Schiff fehlen – entweder gut sichtbar angebracht am Schott, gegebenenfalls dem Kartentisch oder in einer gut erreichbaren „Notfall-Schublade“. Hierzu gehört auch ein Plan des Bootes, auf dem beispielsweise alle Seeventile beziehungsweise alle Stellen eingezeichnet sind, an denen Wasser ins Schiff dringen könnte.

„In 90 Prozent der Fälle kommt das Wasser durch vorhandene Strukturen ins Schiff“, berichtet Dirk Hilcken. „Wird ein Wassereinbruch festgestellt, so kann man systematisch alle Stellen von Seeventilen bis Ruderkoker checken, ohne eine zu vergessen.“ Pantaenius empfiehlt, neben Checklisten und Notrollen auch das Krisenbewältigungstool „FOR-DEC“mit in die Sicherheitsplanung zu integrieren. FOR-DEC stammt ursprünglich aus der Luftfahrt und wird auch in der Berufsschifffahrt eingesetzt.

Es bildet ein Entscheidungsschema mit den Stadien „Facts“(F) – „Options“ (O) – „Risks and Benefits“(R) – Stop (-) – „Decisions“ (D) – „Execution“(E) – „Check and Control“ (C) ab. Pantaenius empfiehlt, den Einsatz des Tools mit der Crew in alltäglichen Entscheidungssituationen zu trainieren; sodass es gute Chancen hat, sich als Problemlösungsstandard und Strategie zu etablieren.

Nutzen Sie die Chance also dazu, sich hinzusetzen und die wichtigsten Handlungsschritte in einem Notfall auf einem „Spickzettel“ zusammenzufassen.

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