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So überstehen Sie den schwersten Orkan

Mit dem Frühjahr oder Herbst brechen bekanntermaßen stürmische Zeiten an, und das bedeutet für Wassersportler offenkundig ein erhöhtes Gefahrenpotenzial. Ob auf See, im Hafen oder an Land – die richtige Vorbereitung ist das A und O, damit Schiff und Crew einen Sturm möglichst schadlos überstehen. Es sind oft die kleinen Dinge, die Großes bewirken. Ein zusätzlicher Fender hier, eine weitere Heckleine da, der regelmäßige Blick in den Wetterbericht oder der vorbeugende Check der Ausrüstung. Doch immer wieder kommt es aufgrund unzureichender Vorbereitung und mangelnder Seemannschaft zu Sturmschäden.

WO IST MAN AM SICHERSTEN?

Es klingt im ersten Moment vielleicht paradox: Bei einem Sturm ist man auf hoher See manchmal besser aufgehoben als in Landnähe. Denn je näher man dem Land kommt, desto geringer ist die Wassertiefe.

Im flacheren Wasser bauen sich kurze, steile Wellen auf, die nicht nur das Material stark belasten, sondern auch die Mannschaft schnell zermürben können. Wenn Sie also keinen geschützten Hafen mehranlaufen können, ist es unter Umständen besser, die Situation auf See abzuwettern. In den Mittelmeerhäfen beispielsweise liegen die Yachten im Sommer dicht an dicht, römisch-katholisch mit Mooring oder Buganker und Heckleine befestigt. Wenn sich hier bei Sturm der Schwell aufbaut, sind nicht selten erhebliche Schäden die Folge.

 

SICHER IM HAFEN

Keine Frage – Ihr Schiff sollte bei jeder Wetterlage im Hafen gut und sicher festgemacht sein. Vor- und Achterspring halten die Yacht gemeinsam mit Vor- und Achterleine an Position, elastisches Tauwerk mit hoher Bruchlast federt Rucke ab, Fender am Rumpf und Heck schützen vor Kontakt mit dem Steg oder Nachbarliegern. Wenn ein Sturm aufzieht, gilt es, zusätzliche Maßnahmen zu treffen. Überprüfen Sie alle Festmacher auf Scheuer- oder Schamfilstellen, tauschen Sie angegriffene Leinen aus. Legen Sie zusätzliche Leinen und Fender bereit, mit denen Sie im Notfall schnell nachsichern können. Und – eigentlich selbstverständlich – legen Sie so an, dass Wind, Welle und Strom Ihr Boot vom Anleger weg- und nicht darauf drücken.

AUF EINEN BLICK

  • Wetterbericht regelmäßig abrufen und prüfen
  • Geeigneten Liege- oder Ankerplatz suchen und Schiff zusätzlich sichern
  • Sicherheitsrelevante Ausrüstung, z.B. Sturmbesegelung, regelmäßig überprüfen und testen
  • Einweisung der Crew über Ausrüstung und Verhalten im Notfall sicherstellen
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