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25.08.2023
Unterwegs | Nachhaltigkeit

Meer und Umwelt schützen: Fünf Tipps für verantwortungsbewusste Wassersportler

Ein verantwortungsbewusster Wassersportler sein: Dabei geht es heute längst um mehr als nur die Sicherheit auf dem Wasser- es geht auch um das Wasser selbst.

Das Meer: Nirgendwo sonst sind Bootssportler so glücklich! Doch um dieses fantastische Stück Natur zu schützen und zu erhalten, müssen sich Wassersportler der Auswirkungen bewusst sein, die ihr Bootssport und die Freizeitaktivitäten auf dem Wasser für die Meeresumwelt haben können. Es ist ungemein wichtig, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den eigenen, potenziell negativen Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Verantwortungsbewusste Bootseigner und Wassersportler sollten daher die entscheidenden Schritte zum Gewässerschutz kennen, von der ordnungsgemäßen Entsorgung von Frostschutzmitteln und Farben, über mögliches Recycling (z. B. von Segeln) bis hin zur Verhinderung der Ausbreitung invasiver Arten. Mit diesen Praktiken kann jeder seinen Teil dazu beitragen, das ökologische Gleichgewicht und die natürlichen Lebensräume unserer Gewässer zu erhalten.

1. Frostschutzmittel richtig entsorgen

Frostschutzmittel sind ein wesentlicher Bestandteil des Kühlsystems eines jeden Bootes, aber eine unsachgemäße Entsorgung kann fatale Auswirkungen auf die Umwelt haben. Die Flüssigkeit enthält giftige Chemikalien, die Meereslebewesen schädigen und Wasserquellen verunreinigen können. Daher ist es wichtig, Frostschutzmittel verantwortungsbewusst zu entsorgen:

  • Sammeln und lagern Sie gebrauchtes Frostschutzmittel in einem dafür vorgesehenen Behälter, um ein Verschütten oder Auslaufen zu verhindern. 
  • Informieren Sie sich über die örtlichen Vorschriften zur ordnungsgemäßen Entsorgung. Viele Yachthäfen und Recycling-Zentren bieten Programme für das Frostschutzmittel-Recycling an.
  • Vermeiden Sie es, Frostschutzmittel in die Kanalisation oder in Gewässer zu kippen oder im Boden versickern zu lassen.

2. Ausbreitung invasiver Arten verhindern

Invasive Arten stellen eine erhebliche Bedrohung für die Ökosysteme unserer Meere dar. Alle nicht-einheimischen Organismen können das natürliche ökologische Gleichgewicht stören, einheimische Arten verdrängen und schwere Schäden verursachen. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die Bootssportler ergreifen können:

  • Reinigen Sie Ihr Boot gründlich, bevor Sie es in ein anderes Gewässer bringen. Entfernen Sie alle sichtbaren Pflanzen, Tiere und Schlamm von Rumpf, Propeller und Ausrüstung. 
  • Lassen Sie das gesamte Wasser aus Ihrem Boot ab, einschließlich der Bilgen, und vergessen Sie nicht, dasselbe mit Behältern wie z. B. Fangeimern zu tun, bevor Sie eine Wasserstraße verlassen. 
  • Lassen Sie Ihr Boot vollständig trocknen, bevor Sie es in einem anderen Gewässer zu Wasser lassen. Invasive Arten setzen sich oft auf nassen Oberflächen fest.

3. Farbe und Antifouling richtig entsorgen

Antifouling-Anstriche sind ein Muss für Schiffe, die im Wasser bleiben. Ohne Antifouling ist der Rumpf sonst schnell von diversen Meeresorganismen überzogen und bewachsen -was nicht nur unschön aussieht, sondern das Schiff auch beschwert, verlangsamt und den Kraftstoffverbrauch in die Höhe treibt. Doch so sinnvoll und notwendig ein effektives Antifouling ist: Eine unsachgemäße Entsorgung alter, biozidhaltiger Bewuchsschutzmittel und Farben schädigt das Leben im Wasser. Ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen nicht biologisch abbaubaren Substanzen umfasst folgende Maßnahmen: 

  • Vermeiden Sie es, dass alte Farbe oder Antifouling-Beschichtung durch Abschleifen oder anderweitiges Entfernen ins Wasser gelangt. Sammeln Sie den Schleifstaub und weitere Rückstände und entsorgen Sie diese als Sondermüll.
  • Erkundigen Sie sich bei den örtlichen Abfallentsorgungseinrichtungen oder Yachthäfen nach ausgewiesenen Sammelstellen oder Recyclingprogrammen für alte Farben und Bewuchsschutzmittel. 
  • Erwägen Sie den Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen in Form von ungiftigen oder biologisch abbaubaren Bewuchsschutzmitteln, um die Auswirkungen auf das Meeresökosystem zu verringern. Dies erleichtert auch die Einhaltung kontinuierlich strenger werdender Vorschriften für die Verwendung schädlicher Chemikalien. Biologisch abbaubares Antifouling bietet die Vorteile eines lang anhaltenden Schutzes gegen Bewuchs, ohne die Wasserqualität zu gefährden.

4. Alte Segel recyceln

Segel - Grundausstattung eines jeden Segelbootes - haben leider nur eine begrenzte Lebensdauer. Anstatt ausrangierte Segel aber auf den Müll zu werfen, lassen Sie sie doch lieber recyceln. 

  • Erkundigen Sie sich bei örtlichen Segelmachern nach Recyclingprogrammen für alte Segel.
  • Sollten Segel noch brauchbar sein, spenden Sie sie an Segelschulen, Sportvereine, soziale Organisationen oder Jugendeinrichtungen.
  • Alte Segel können auch zu Taschen, Polstern oder sogar Kunstwerken verarbeitet werden. Es gibt viele kreative Arten, alten Segeln mit Upcycling ein neues Leben zu geben. Suchen Sie im Internet nach lokalen Künstlern, Werkstätten oder Organisation, die Gegenstände aus Segeln herstellen. Oft kommen die Verkaufserlöse sogar wohltätigen Zwecken zugute.

5. Signalfackeln richtig entsorgen

Signalfackeln an Bord zu haben ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, auf die kein Bootssportler verzichten darf. Die Entsorgung von abgelaufenen oder nicht mehr benötigten Signalfackeln kann jedoch eine Herausforderung sein. 

  • Wenden Sie sich an Ihre örtliche Küstenwache oder die Behörde, die für die Sicherheit auf See zuständig ist. Sollten diese Stellen nicht selbst Fackelentsorgungsaktionen durchführen, können sie Ihnen den nächstgelegenen sicheren Entsorgungsort nennen. 
  • Entsorgen Sie Fackeln niemals in normalen Mülleimern oder dadurch, dass Sie sie unnötigerweise abbrennen. Unsachgemäß entsorgte Fackeln können schwere Unfälle verursachen oder falsche Notsignale senden.

Aktiv zum Erhalt maritimer Lebensräume beizutragen, ist zur Aufgabe für jeden geworden, der seine Freizeit dort verbringt. Wer sich rücksichtsvoll verhält sowie die Ratschläge und Umweltrichtlinien befolgt, geht außerdem mit gutem Beispiel voran und setzt so ein Zeichen bei anderen Bootsbesitzern. Und je mehr Bootssportler sich für gesunde Meere und Gewässer einsetzen, desto wahrscheinlich ist es, dass auch zukünftige Generationen noch erleben können, wie großartig es ist, auf dem Wasser zu sein.

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