
Überall war Diesel
Mitten im Winterlager breitete sich eine Diesellache unter der Motoryacht von Hauke Schlichtmann aus. Pantaenius war zur Stelle, um dem Betreiber die Kosten für die Reinigung der Halle zu ersetzen. Einer von fast 900 Haftpflichtschäden, die Pantaenius jedes Jahr abwickelt.
An einem Wintertag klingelt Hauke Schlichtmanns Telefon. Der Betreiber des Winterlagers, in dem seine Sealine 36 liegt, schlägt Alarm: Unter der Motoryacht breite sich eine Diesellache aus. Schlichtmann macht sich auf den Weg und verschafft sich ein Bild. Der Treibstoff befindet sich nicht nur unter dem Boot, sondern auch in der Bilge. Der Diesel muss aus dem Tank in die Bilge geraten sein. Dort sprang dann die Lenzpumpe an und schaffte 50-60 Liter Flüssigkeit außenbords.
Schlichtmann ist ratlos: „Ich habe extra vollgetankt, damit sich kein Kondenswasser sammeln kann. Und ich habe Zusatzstoffe gegen Bakterien in den Tank gegeben.“ In der Lagerhalle ist es untersagt, dauerhaft am Landstrom zu hängen. Der Eigner trennte zudem alle Sicherungen und den Hauptschalter. Allein die Lenzpumpe blieb direkt mit der Batterie verbunden – niemand hatte erwartet, dass sie im Winterlager anspringen würde.
Offenbar war der Tank unbemerkt langsam korrodiert. „Mir ist einfach der Tank durchgegammelt. Damit habe ich nicht gerechnet.“
Noch in der Halle kontaktiert Schlichtmann Pantaenius. Der Mitarbeiter beruhigt den Werftchef. Die Reinigung seines Bodens ist unter den Haftpflichtbedingungen gedeckt. Schlichtmann klemmt unterdessen die Batterie ab, damit die Pumpe aufhört zu fördern. Der Treibstoff sickert immer noch nach. Als nächstes organisiert der Eigner eine externe Pumpe, um den Tank leerzumachen. Dann geht es an die Reinigung.
Der größte Batzen ist die Reparatur der Tanks. Am Ende lässt sich der Eigner neue Edelstahltanks in die alten Aluminiumtanks bauen. Seine Versicherung lobt er:

Pantaenius hat 100 Prozent abgeliefert. Nach dem ersten Anruf war ein Mitarbeiter zur Stelle und hat sich um den Werftchef gekümmert. Ich habe voll darauf vertraut, dass alles gut wird – und so war es auch. Ich darf heute noch in derselben Werft liegen.

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